Burenziegen

Herkunft

Ursprünglich kommt die Burenziege aus Südafrika, wo sie seit jeher aus vorhandenen Ziegenschlägen herausgezüchtet wird. Eine kleine Zahl von lebenden Tieren und Sperma wurde zuletzt vor über vierzig Jahren aus Namibia und Südafrika importiert. In Deutschland wird sie seitdem vor allem durch Verdrängungskreuzung zum Aufbau der Fleischziegenzucht eingesetzt.

 

Ab dem Jahr 2000 darf nun wieder neues Sperma aus den Züchtungen Südafrikas nach Europa eingeflogen werden. Aus dieser neuen Linie stammt unser Bock Budihir und deshalb auch sein Nachwuchs.

 

Kennzeichen

Die Burenziege hat im Idealfall einen langen Rumpf, breite Schultern, eine kräftige Brust, einen breiten, geraden Rücken, ausgeprägte Rippenwölbung und kräftige, lange Beine. Das kurzhaarige Fell hat eine weiße Grundfarbe mit teilweise rotem, ramsnasigem Kopf und roten Flecken im Hals-, Brust- sowie Bauchbereich. In der Regel hat sie nach hinten geschwungene Hörner und breite Hängeohren. Als Burenziegen anerkannt werden Fleischziegen mit mehr als 87,5% Burenanteil, der jeweilige Blutanteil muss bei Zuchttieren in den Zuchtpapieren angegeben werden. Die NABU-Ziegennachzüchtungen mit unserem Bock Budihir (2003 - 2008) haben fast alle einen Anteil um die 90%.

 

Maße und Gewicht

Der Burenbock erreicht eine Widderisthöhe von 75-90cm und kann bis zu 100kg schwer werden. Die ausgewachsene Ziege wiegt dagegen nur 65 bis 75kg und ist zwischen 65 und 75cm groß.

 

Nachwuchs

Die Burenziege ist fünf Monate trächtig und kann in zwei Jahren drei Mal lammen, was vereinzelt erreicht wird. Im Durchschnitt gibt es 1,8 Lämmer pro Ablammung, der Normalfall sind Zwillinge. 2004 hatten wir auch eine Fünflingsschwangerschaft, wobei nur eines der Lämmer kräftig genug war zu überleben. Die Burenziege ist von ruhigem Temperament und hat sehr gute Muttereigenschaften einschließlich guter Milchleistung für den Nachwuchs. Die tägliche Zunahme der Lämmer beträgt 200 bis 250g.

 

Zuchtziel

Von Züchtern wird versucht eine kräftige, voll bemuskelte, breite und tiefe Ziege mit langem, breit angelegtem und nicht zu stark abfallendem Becken zu erreichen. Außerdem wird auf eine korrekte Beinstellung mit fester, nicht zu langer Fesselung geachtet, die für eine gute Marschfähigkeit wichtig ist. Um eine problemlose Lämmeraufzucht zu gewährleisten, sollte das Euter gut ausgebildet sein und nicht zu dicke Striche haben.

 

Besonders gut geeignet für die Fleischproduktion sind mittelrahmige, tiefe Tiere. Die volle Bemuskelung an Keule, Rücken, Schulter und Brust zeigt sich besonders gut bei Lämmern. Vor allem dieses junge Fleisch ist sehr schmackhaft und zart.

Bei der Herdbucheintragung gelten Ziegen mit mindestens 87,5% Burenanteil als reinrassig.

 

Wegen ihres ruhigen Temperaments kann die Burenziege außerdem problemlos mit anderen Tieren (Schafen, Pferden, Kühen) gehalten werden und eignen sich in der Landschaftspflege hervorragend zur Bekämpfung der Verbuschung. Hier hat auch unsere kleine Herde ihr Einsatzgebiet.

 

Aktuell in Kürze

Mi, 1. Mai

1.-Mai-Fest am Wachhäusle

 

Fr, 10. Mai

Stammtisch